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„Spar-Euro“ für vorbildliche kommunale Projekte – Kreis Ahrweiler, Trier und Käshofen werden ausgezeichnet

Mainz, den 8. Oktober 2018 – Der Bund der Steuerzahler Rheinland-Pfalz und der Gemeinde- und Städtebund Rheinland-Pfalz haben erstmals den „Spar-Euro“ an kommunale Gebietskörperschaften verliehen, die vorbildlich Steuergeld eingespart haben. Die drei Preisträger sind der Landkreis Ahrweiler, die Stadt Trier und die Ortsgemeinde Käshofen.

Trotz vielerorts steigender Steuereinnahmen ist die Finanzsituation vieler Kommunen in Rheinland-Pfalz nach wie vor besorgniserregend. In Sachen Verschuldung gehören die rheinland-pfälzischen Kommunen mit zu den Spitzenreitern. Entsprechend eng sind die Spielräume für freiwillige Aufgaben und Investitionen. Deswegen haben sich der Bund der Steuerzahler Rheinland-Pfalz und der Gemeinde- und Städtebund Rheinland-Pfalz zusammengetan, um vorbildliche kommunale Projekte mit dem „Spar-Euro“ auszuzeichnen.

Weil das reine Sparen alleine in finanziellen Nöten nicht immer genügt, wurden auch Projekte gesucht, wie Bürger in ihrer Kommune tatkräftig mit anpacken oder wie Strukturen und organisatorische Aspekte des kommunalen Handelns signifikant verbessert wurden. In diesem Sinne stellt der „Spar-Euro“ nicht nur eine symbolische Würdigung dieser Projekte dar, sondern soll auch zur Nachahmung anregen.

Mit dem „Spar-Euro“ ausgezeichnet wurden der Landkreis Ahrweiler, die Stadt Trier und die Ortsgemeinde Käshofen. Die Auswahl erfolgte durch eine Jury, der Fachleute aus der Praxis angehören. Jury-Mitglieder waren Agneta Psczolla (Geschäftsstellenleiterin vom Gemeinde- und Städtebund Rheinland-Pfalz), René Quante (Geschäftsführer vom Bund der Steuerzahler Rheinland-Pfalz), Friedrich Roeingh (Chefredakteur der Allgemeinen Zeitung, Verlagsgruppe Rhein Main) und Günter Jertz (Hauptgeschäftsführer der IHK für Rheinhessen). Die Preisverleihung fand am 8. Oktober 2018 in den Räumlichkeiten der IHK für Rheinhessen in Mainz statt.

Der Landkreis Ahrweiler gehört aufgrund seiner wegweisenden Organisationsreform im Bereich der Jugend- und Sozialhilfe zu den Preisträgern. Trotz Aufstockung des Personals konnten dank der Reform entgegen dem allgemeinen Trend jährlich Kosten von rund einer Million Euro gespart werden. Mittlerweile liegt die Kostenersparnis bei über fünf Millionen Euro.

Bis zum Jahr 2020 will die Verwaltung der Stadt Trier die modernste Kommunalverwaltung in Rheinland-Pfalz werden und verfolgt hierzu ein ganzheitliches Konzept. Ein wichtiger Schritt zu diesem Ziel ist ein papierloser Stadtrat ab dem Jahr 2018. Mittlerweile arbeitet die Mehrzahl der Trierer Stadträte mit stadteigenen oder privaten Tablets. So werden pro Jahr rund 22.500 Euro an Druck- und Papierkosten gespart.

Die Ortsgemeinde Käshofen (Landkreis Südwestpfalz) fördert wiederum beispielhaft das ehrenamtliche Engagement seiner Bürger, eingebettet im Konzept „Käshofen schuldenfrei“. In einer strukturschwachen Region und mit wenig eigenen Einnahmen wurden mittlerweile weit mehr als 2.000 Stunden an freiwilliger Arbeit erbracht. Mit so viel Gemeinsinn konnten die Ausgaben gesenkt und die Schuldenfreiheit erhalten bleiben.

Die nächste Verleihung des „Spar-Euros“ findet im Jahr 2020 statt.

Hinweis: In den PDF-Anhängen finden Sie zusätzliche Informationen zu den Projekten der Preisträger.

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