Beinahe so alt wie der Dom zu Speyer: Die Wehrkirche im Ortskern von Rumbach stammt aus dem 11. Jahrhundert. Besucher schätzen die wertvollen und restaurierten mittelalterlichen Fresken.OG Rumbach

Ortsgemeinde Rumbach – Im Herzen des Wasgaus

Die Ortsgemeinde Rumbach liegt inmitten des Wasgaus, wie der Südteil des Pfälzer Waldes ab Annweiler und der Nordteil der Vogesen bis nach Savern im Niederelsass auch genannt wird. Mit 13 anderen Gemeinden und der kleinen Hauptstadt Dahn bildet Rumbach das Dahner Felsenland und damit die wohl schönste Verbandsgemeinde in einer einzigartigen, geschichtsträchtigen und sagenumwobenen Gegend.

Von den 1.480 Hektar der Gemarkung sind rund 1.200 Hektar mit Wald bedeckt, 13 Hektar des 500-Seelen-Dorfes sind bebaut. Im Nordwesten wird Rumbach von reich bewaldeten Berghängen geschützt. Der einen Kilometer westlich der Ortsmitte gelegene Berg „Rechtshalde“ ist vom Christkindlfelsen gekrönt. Von der abgesicherten Plattform aus bietet sich ein phantastisches Panoramabild auf das älteste Dörfchen des Felsenlandes und das Rumbacher Tal, in dem bereits vor über
1.500 Jahren Menschen siedelten.

Herausgeputzter Ortskern

Heute gehört die im Herzen des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Vosges du Nord gelegene Feriengemeinde Rumbach zu den schönsten im romantischen Wasgau und dem sagenhaften Dahner Felsenland. Das Ortsbild wird zum einen durch die
mittelalterliche Wehrkirche mit ihren wertvollen Fresken im historischen Dorfkern geprägt, zum anderen durch die zahlreichen denkmalgeschützten Fachwerkbauten aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Die alten Häuser wurden in der Vergangenheit fachgerecht saniert, ohne die historische Bausubstanz zu zerstören und konnten so in ihrer ganzen Schönheit erhalten werden. Nach dem Ausbau der Ortsstraße plätschert seit 2008 auch der von der Rathaus-Quelle kommende und einst unter der Straße verrohrte kleine Bach wieder offen durch den Ort.

Im Zuge der Baumaßnahmen konnten zudem mit großem ehrenamtlichen Engagement der Bürger auch sechs der gemeindeeigenen offenen Laufbrunnen reaktiviert werden. Die mittelalterliche Wehrkirche stammt aus dem 11. Jahrhundert und ist damit fast so alt wie der Speyrer Dom. <nach teilweiser Zerstörung im 30-jährigen Krieg wurde die Kirche 1720 bis 1731 im Stil des Barock wiedererrichtet. Eine späte und eher zufällige Erkenntnis, denn erst im Zuge einer großen Renovierung 1957 entdeckten Fachleute, dass es sich um eine mittelalterliche Wehrkirche handelt und förderten unter Putz verborgene,
wertvolle Fresken zutage.

Mit dem im neoklassizistischen Stil erbauten Alten Rathaus wird die Attraktivität des Ortskerns ergänzt. Das Alte Rathaus, das in den 1990er Jahren komplett saniert wurde, beherbergt heute den Ratssaal, ein Sprechzimmer für zwei Allgemeinmediziner, die beide einmal in der Woche nach Rumbach kommen, die öffentliche Bücherei und den „Saal der Vereine“, der allen Vereinen und der Kirchengemeinde für Veranstaltungen zur Verfügung steht.

Die Gemeinschaft lebt

Höhepunkt im Veranstaltungskalender der Ortsgemeinde Rumbach ist das inzwischen auch überregional bekannte alljährlich stattfindende „Salztripplerfest“ in den Heuwiesen, das unter Federführung des Turn- und Sportvereins (TuS) gemeinsam mit dem Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr, den Landfrauen und der Protestantischen Kirchengemeinde Schönau-Rumbach am letzten August-Wochenende gefeiert wird. Seit 2005 küren die Rumbacher in jedem Jahr eine Person, die sich um das Wohl der Ortsgemeinde besonders verdient gemacht hat, zum Ehren-Salztrippler bzw. zur Ehren-Salztripplerin. Seit elf Jahren verfügt man sogar über eine „Salztrippler-Königin“, die das Dörfchen bei offiziellen Veranstaltungen repräsentiert.

Auf Initiative von Altbürgermeisterin Heidelinde Koslowski und dem amtierenden Ortsbürgermeister Ralf Weber riefen einige Rumbacher Bürger 2015 eine „Bürgerstiftung“ ins Leben. Sie hat zum Ziel, die Ortsgemeinde angesichts der Geldknappheit im öffentlichen Haushalt auf diversen Tätigkeitsfeldern mit einem Zuschuss zu unterstützen. Eine Initiative mit Erfolg: So konnte etwa ein Spielturm, der einschließlich der notwendigen Eigenleistungen 6.000 Euro gekostet hat, angeschafft,
ein barrierefreier Zugang zur Christuskirche geschaffen und in Dahn der rollstuhlgerechte Ausbau der „Schönen Aussicht“ unterstützt werden.

Unter dem Motto „Dorfladen Rumbach – Einkaufen, wo wir Zuhause sind“ eröffnete 2018 kurz vor Weihnachten in der ehemaligen Bäckerei ein kleines Ladengeschäft – die Versorgung vor Ort war damit gesichert. Der Dorfladen setzte von Beginn an konsequent auf ein regionales Angebot, bei dem Obst und Gemüse von pfälzischen Bauern ebenso selbstverständlich ist wie das Wild aus heimischen Wäldern. Mit einem kleinen Stehcafé bietet der Dorfladen auch die Möglichkeit zum Austausch und dient als Treffpunkt für Jung und Alt.

Reiseziel Rumbach

Wappen OG Rumbach

In Rumbach lohnt sich ein Aufenthalt, besonders für Wander- und Fahrradfreunde. Es locken der mit „Premium“ zertifizierte „Panorama-Spazierwanderweg“ und die acht Kilometer lange „Salztrippler-Tour“, die zu den zertifizierten Rundwegen im Dahner Felsenland gezählt wird. Durch den Ort führt außerdem der 86 Kilometer lange „Felsenland-Sagenweg“, eine von zwölf vom Deutschen Wanderinstitut ausgezeichneten Felsenland-Touren. Dank des hervorragend ausgebauten Radwegenetzes ist Rumbach mit allen touristischen Highlights des Dahner Felsenlandes und des nahen Elsass verbunden. Zudem liegt Rumbach an der Route 13 des „Mountainbike-Parks Pfälzerwald“ mit zahlreichen Strecken von insgesamt 900 Kilometern. Im Ort werden regelmäßig zudem geführte Wanderungen und Nordic-Walking-Touren angeboten.

Primäres Ziel der Ortsgemeinde

Rumbach ist eine Weiterentwicklung des Dorfes zur Wohn- und Tourismus-Gemeinde im Rahmen des Regionalen Raumordnungsplanes der Verbandsgemeinde Dahner Felsenland. Gerade die Nähe zu Frankreich, die Rad- und Wanderwege
und die unberührte Natur bieten sich dafür einfach an.

Weitere Informationen: www.rumbach-pfalz.de


Beitrag aus Gemeinde und Stadt 10/2020
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