Verbandsgemeinde Hettenleidelheim: Unter der Burg Altleiningen

Ein besonders schöner Teil des Leiningerlandes ist die Verbandsgemeinde Hettenleidelheim (Landkreis Bad Dürkheim); sie liegt im östlichen Teil des Leiningerlandes, im Westen und Süden eingerahmt vom Pfälzerwald, grenzt sie im Osten an die Verbandsgemeinde Grünstadt-Land und im Norden an die Verbandsgemeinde Eisenberg im Donnersbergkreis.
 
Wahrzeichen der Verbandsgemeinde Hettenleidelheim: die Burg Altleiningen mit dem Freibad im Burggraben.Auf einer Gemarkung von 4.031 Hektar leben rund 11.200 Einwohner in den Gemeinden Altleiningen (mit Ortsteil Höningen), Carlsberg (mit Ortsteil Hertlingshausen), Hettenleidelheim, Tiefenthal und Wattenheim. Verwaltungssitz ist Hettenleidelheim. Wahrzeichen der zum 1. März 1972 gebildeten Verbandsgemeinde ist die Burg Altleiningen mit dem schön gelegenen Freibad im Burggraben (siehe neben stehendes Bild).

Mitten durch die Verbandsgemeinde Hettenleidelheim führt als wichtige Hauptverkehrsschlagader die Autobahn 6 (Saarbrücken – Mannheim –Nürnberg), Anschlussstelle ist Wattenheim mit der Raststätte Pfalz in unmittelbarer Nähe der Auf- und Abfahrt.

Das Eisenberger Becken, als südlichstes Ende des Mainzer Beckens, mit einer Fläche von über 200 Hektar entstand bereits vor mehr als fünf Millionen Jahren. Rechts und links der B 47 zwischen Hettenleidelheim und Eisenberg wird der verschiedenfarbige Ton von Lehm und Klebsand überlagert. Die Mächtigkeit der Schichten erreicht beim Klebsand stellenweise bis zu 100 m, die feuerfesten Tone haben eine Höhe bis zu 15 m.

Das gesamte Verbandsgemeindegebiet gehörte vor der Französischen Revolution zur Diözese Worms und lag im Schnittpunkt der Interessen der Kurpfalz und der Leininger Linien sowie der Bischöfe von Worms, welche die Ortsherrschaft in den ursprünglich selbständigen Gemeinden Hettenheim und Leidelheim ausübten, in den übrigen Orten waren verschiedene Leininger Linien Ortsherren: Leiningen Hardenburg, seit 1467 Leiningen Westerburg, dazu zeitweise die Linien Leiningen-Westerburg, Alt- und Neuleiningen.

Wanderwege und Erlebnislandschaft


Luftansicht der Erdekaut1984 wurde mit dem Ausbau verschiedener Wander- und Radwege begonnen, die auch von überregionaler Bedeutung sind. Am Anfang stand der „Leininger Wanderweg“; inbegriffen sind auf diesem Weg die Stammburg der Leininger Grafen in Altleiningen, das Augustiner-Chorherrenstift und die St. Jakobskirche in Höningen sowie keltische Hügelgräber bei Wattenheim.

1985 entstand der „Drei-Burgen-Wanderweg“, bei dem die Burgen Altleiningen, Neuleiningen und Battenberg zu Besuchen einladen. 1991 kam der „Panoramawanderweg" hinzu, der durch alte Kalksteinsandgebiete und das ehemalige Tonabbaugebiet „Erdekaut“ zwischen Eisenberg und Hettenleidelheim führt.

Seit rund einem Jahr ist die „Erlebnislandschaft Erdekaut“ für Besucher geöffnet. Bei der Erdekaut handelt es sich um eine Bergbaufolgelandschaft, die jahrzehntelang sich selbst überlassen war und mit großem Aufwand der benachbarten Kommunen Eisenberg und Hettenleidelheim der Bevölkerung zugänglich gemacht wurde. Auf drei Rundwanderwegen mit Aussichtspunkten werden die Besucher durch die einzigartige Natur geführt. Mittelpunkt der „Erdekaut“ ist die Grube Riegelstein, ein Industriedenkmal. Die Tongrube war von 1920 bis 1996 in Betrieb.

Viele Volksfeste bieten Gelegenheit zum Feiern. Auch das kulturelle Angebot kann sich sehen lassen. Stellvertretend für viele andere Events seien die „Burgspiele Altleiningen“ genannt, die alljährlich im Theatersommer Besucher aus nah und fern erfreuen. Über 73.000 Übernachtungen im Jahr 2008, die meisten in der Jugendherberge auf der Burg Wappen der Verbandsgemeinde HettenleidelheimAltleiningen (ca. 42.000) und im Naturfreundehaus „Rahnenhof“ (ca. 30.000) in Hertlingshausen, sind Beleg dafür, dass man sich in diesem Teil des Leiningerlandes wohlfühlt.

Weitere Informationen: www.vg-h.de


Beitrag aus Gemeinde und Stadt 07/2009

 

 

Landkarte Rheinland-Pfalz (Typical der Rubrik "Mitglieder")

 

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