Stadt Oberwesel - Alte Stadt, modernes Marketing

Bereits von weitem erkennt der Rheinreisende die Silhouette aus Schönburg, roter Liebfrauenkirche und der stolzen Wehrmauer mit ihren zahlreichen Türmen – eingerahmt in die linksrheinischen Weinberge: Die Stadt der Türme und des Weins wird Oberwesel treffenderweise deshalb auch genannt. 
 

Faszination Mittelrheintal: Der Siebenjungfrauenblick bei Oberwesel. Foto: Werner KlocknerMitten im Herzen des Welterbes Oberes Mittelrheintal gelegen, bietet die 3.000-Einwohner-Stadt in der Verbandsgemeinde St. Goar-Oberwesel alles, was man zum Leben braucht. Von Ganztagskindergarten über Grundschule und Realschule Plus mit Ganztagesangebot bis hin zum Seniorenheim. Die Loreleyklinik, zahlreiche niedergelassene Ärzte und zwei Apotheken garantieren das Angebot für die Gesundheitsfürsorge. Geschäfte in Innenstadt und Gewerbegebiet decken den täglichen Bedarf der Einwohner, auch Kunden aus den umliegenden Orten nutzen dieses Angebot.


Es gibt ein reges Vereinsleben mit über 60 Vereinen und Gruppen, darunter die DJK als größter Verein mit über 1.500 Mitgliedern. Auch kulturell wartet Oberwesel mit vielen Highlights auf. Angefangen beim Kulturhaus mit Stadtmuseum, über das Turmmuseum auf der Schönburg und dem in Deutschland einzigartigen Meteorite-Museum bis hin zur Kunstgalerie im Haagsturm und zahlreichen Konzerten in der Liebfrauenkirche. 


Ausflugsziel für Gäste und Einheimische: Das Günderode-Panorama. Foto: Wolfgang BlumVerkehrstechnisch optimal an B9, A61, Bahn und Schiff angebunden, stellt Oberwesel eine gute Basis auch für Gewerbetreibende mit Kundenstämmen bis ins Rhein-Main-Gebiet dar. Sehr gute DSL-Verfügbarkeit bildet dabei das „Tüpfelchen auf dem i“. Der Bahnhof Oberwesel stellt den Anschluss an den Nahverkehr her – der Bahnbetrieb im Rheintal allerdings beschäftigt Bürgerschaft, Rat und Verwaltung  aktuell auch ganz stark in der Lärmfrage des Zugverkehrs.  


Die Spuren des Mittelalters

Architektonische Moderne strahlt in Oberwesel das neue Kulturhaus aus, das sich gekonnt mit dem Charme eines alten Weingutgebäudes verbindet. Hier treffen sich Bürger und Gäste zu Ausstellungen und Konzerten, findet die Geschichte der Stadt einen frischen und so gar nicht musealen Rahmen. Der große Schatz der Stadt ist auf den ersten Blick zu sehen und lädt den Besucher ein, die Spuren des Mittelalters und die einstige Bedeutung von Oberwesel genauer kennenzulernen. Wörtlich zu nehmende "herausragende" Entdeckungen erwarten den Besucher.


16 Verteidigungstürme wachsen noch heute in die Höhe und verbinden die mächtige Stadtmauer, die über weite Strecken begehbar ist. Von dort oben wirkt die Stadt noch besser in ihrem historischen Reichtum und kündet mit der Schönburg und den beiden imposanten Gotteshäusern, Martins- und Liebfrauenkirche, von einstiger Größe. Das „Mittelalterliche Spectaculum“ über Pfingsten, eine mehrtägige Großveranstaltung, lässt Besucher aus nah und fern das Mittelalterflair Oberwesels authentisch erleben.  


Stadtmarketing: Gewerbeverein macht mit

Eine Besonderheit im Zusammenleben innerhalb einer Kommune ist die Initiative des Oberweseler Gewerbevereins. 2009 kam er auf die Stadt zu und schlug vor, ein gemeinsames Stadtmanagement einzurichten. Seit Anfang 2010 arbeitet nun Stadtmanagerin Lena Höwer für die Belange des Gewerbes und der Stadt. Ihre Halbtagsstelle wird gemeinsam von der Stadt und dem Gewerbeverein finanziert!


Neben verschiedenen Veranstaltungen wie den Themenmärkten, der traditionellen Weinhexennacht, dem Historischen Weihnachtsmarkt und der Mittelrhein-Messe setzte sich Senst für ein neues Corporate Design und dem damit einhergehenden Logo und Claim ein, koordiniert die Pilotstudie zur Integrierten Wohnbestandsentwicklung der FH Mainz und konzeptionierte eine neue Homepage sowie die Web 2.0-Auftritte der Stadt.


Großes Augenmerk wird derzeit auf das Projekt ServiceQualität gelegt. Oberwesel ist auf dem Weg zur Qualitäts-Stadt und hofft, diesen Titel ab nächstem Jahr offiziell tragen zu dürfen. Wichtige Grundlage für die Arbeit der Stadtmanagerin ist eine im August 2011 durchgeführte Kundenbefragung. Dabei zeigte sich, dass vor allem ein Schuhgeschäft, ein Bekleidungsladen mit einem Sortiment auch für die junge Generation sowie eine Drogerie-Markt in der Oberweseler Innenstadt fehlen.


„Wir werden die Anregungen und Wünsche unserer Kunden umsetzen, gezielt gehen wir auf Gewerbetreibende dieser wie auch anderer Bereiche  zu“ erläutert Christian Jäckel, Vorsitzender des Oberweseler Gewerbevereins, das Verfahren. „Mit der zentralen Bündelung der zur Verfügung stehenden Ladenlokale beim Stadtmanagement möchten wir auch diejenigen unterstützen, die mit dem Gedanken spielen, sich in Oberwesel selbständig zu machen“ ergänzt Stadtbürgermeister Jürgen Port.


Durch die intensive Zusammenarbeit zwischen Stadt und Gewerbe können Interessenten von kurzen Wegen und unkomplizierten Abstimmungen ausgehen. In der Stadt der Türme und des Weins wird also zielstrebig an der Zukunftsgestaltung gearbeitet.


Weitere Informationen: www.oberwesel.de  


Beitrag aus Gemeinde und Stadt 06/2014
 

 

Landkarte Rheinland-Pfalz (Typical der Rubrik "Mitglieder")

 

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