Bericht des Vorsitzenden April 2016

Liebe Leserinnen und Leser,
am 18. Mai 2016 wird sich der neue Landtag konstituieren. Für die kommenden fünf Jahre werden die neu- oder wiedergewählten Abgeordneten die politischen Geschicke unseres Landes bestimmen und auch den Rahmen für unsere Arbeit in den Gemeinden und Städten setzen.

 

Zur Wahl in den Landtag gratuliere ich den Damen und Herren Abgeordneten, auch im Namen des Gemeinde- und Städtebundes und seiner Gremien, ganz herzlich.
Wir wünschen uns eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem neuen Landtag.


Meine sehr geehrten Damen und Herren Abgeordneten,


das Schicksal der kommunalen Selbstverwaltung liegt auch in Ihrer Hand. Möge für diese Hand in den nächsten fünf Jahren für die Kommunen in Abwandlung eines bekannten irischen Segenswunsches gelten: sie möge uns fest und sicher halten, aber uns und unseren Gemeinden und Städten, Räten und Bürgermeistern und Bürgermeisterinnen die Luft zum Atmen, d.h. zum Gestalten lassen nicht nur finanziell!

Unsere Erwartungen und Forderungen an den neuen Landtag haben wir auf der Mitgliederversammlung im vergangenen Herbst vorgestellt. Diese könnten Richtschnur für den Umgang mit den kommunalen Anliegen in der neuen Wahlperiode sein. Wir werden jedenfalls das Handeln von Landtag und Landesregierung daran messen.


Von Hürden und Helden
- wie sich das Leben auf dem Land neu erfinden lässt


Wir kennen es doch alle: ländliche Räume verlieren an Attraktivität, städtisches „Besser-Leben“ in Ballungsräumen wird als die Zukunft verkündet. Wir vom Lande befinden uns, so wird landauf und landab behauptet, in einer Abwärtsspirale!

Vor diesem Hintergrund hatte der Gemeinde und Städtebund Rheinland-Pfalz einen Vertreter des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung in den Arbeitskreis der Ortsbürgermeister eingeladen, der dort eine Studie mit dem Titel „Von Hürden und Helden“, aus dem Jahr 2015 vorstellte (siehe www.berlin-institut.org) – und dieser Vortrag war sehr spannend!
Die Studie beschäftigt sich mit neuen, bedarfsorientierten Lösungsansätzen einzelner Gemeinden zur Aufrechterhaltung der Versorgung im ländlichen Raum.

Das wichtigste Ergebnis für mich war: die Entwicklungen sind nicht gottgegeben. Wir können in unseren Gemeinden gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern neue Wege beschreiten, neue, individuelle, kreative Lösungen suchen um die Versorgung mit Waren, Dienstleistungen, Bildung und Kultur zu gewährleisten. Wir können Erfolge erzielen, bei Themen wie Mobilität, Bildung, Pflege, Gesundheit, usw.

 
In der Studie werden Unterschiede im Vergleich von Gemeinden festgestellt. Was in der einen Gemeinde top ist, floppt andernorts.


Aber Beharrlichkeit der Menschen und Verantwortlichen vor Ort führt zu Lösungen und schließlich kann man von den Tops und den Flops lernen. Aber: Engagement lohnt sich immer!


Bei sonst gleichen Bedingungen kann man Trends stoppen und umkehren. Entscheidend ist das bürgerschaftliche Engagement und sind Freiräume für örtliche Initiativen und Ideen.

Freilich wird das örtliche Engagement auch oft durch hartnäckige Vorgaben behindert. Neue Wege brauchen eben experimentelle Bedingungen. Hier müssen dann auch rechtliche Hürden für die Helden vor Ort beiseite geräumt werden!

Wir möchten hier in „Gemeinde und Stadt“ künftig solche „örtlichen Experimente“ mit den dazugehörigen „Helden“ vorstellen, um ein Stück voneinander lernen zu können und anderen Beispiel zu geben und Mut zu machen, vor Ort anzupacken, Ideen zu schmieden und dafür zu kämpfen.

Denn es lohnt sich für Ihr Dorf, Ihre Stadt und für Sie, ein wenig „Held“ zu sein!

Herzlichst
Ihr
Aloysius Söhngen
Vorsitzender


GStB-Bericht aus Gemeinde und Stadt 04/2016
Aloysius Söhngen
Vorsitzender des Gemeinde- und Städtebundes

 

 

Zeitungsstapel (Typical der Rubrik "Info-Dienste")

 

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