Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe stärken - Überforderung von Gemeinden, Städten und Ehrenamt vermeiden

Täglich kommen über 400 Flüchtlinge nach Rheinland-Pfalz. Bei der Unterbringung und Versorgung leisten die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer einen unverzichtbaren Beitrag.

 

„Ohne das ehrenamtliche Engagement wären die Hilfsstrukturen teilweise schon zusammengebrochen. Aber auch die freiwilligen Helfer – wie auch viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung sind längst an ihrer Leistungsgrenze. Deswegen muss das Ehrenamt weiter gestärkt werden“, sagte Bürgermeister Peter Lang, Vorsitzender des Ausschusses für Infrastruktur, Energiewende und Demografischer Wandel anlässlich der heutigen Sitzung in Baumholder.


Einen ersten Schritt hat die Bundesregierung mit der Schaffung von zusätzlichen 10.000 Stellen im Bundesfreiwilligendienst eingeleitet. Jetzt muss sichergestellt werden, dass diese Positionen zur Entlastung des Ehrenamtes in den Kommunen genutzt werden. Gleichzeitig sollten nach Auffassung des Gemeinde- und Städtebundes Ausbildungs- und Fortbildungsprogramme für ehrenamtliche Helfer weiter ausgebaut und finanziell unterstützt werden.


„Verwaltungen und Ehrenamt arbeiten Hand in Hand. Ein wichtiger Baustein ist dabei die Koordinierung seitens der Städte und Gemeinden. Zahlreiche Kommunen haben ihr Personal aufgestockt. Auf dem Arbeitsmarkt wird es allerdings immer schwieriger, Personal zu finden. Wir brauchen eine Antwort auf die Frage, wie die in Rheinland-Pfalz hoch verschuldeten Kommunen diese Kosten stemmen sollen“, so Lang weiter.


„Deutschlands Aufnahmefähigkeit für Flüchtlinge ist begrenzt. Wenn der Flüchtlingsstrom in der bisherigen Form anhält, sind die Kommunen mit der Unterbringung, Versorgung, Betreuung und späteren Integration überfordert. Wir brauchen deutliche Maßnahmen zur Begrenzung der Flüchtlingsströme. Hierzu gehören die weitere Straffung der Verfahrensvorschriften und ein konsequentes Rückführungsmanagement. Jede Maßnahme, die zu einer Entspannung in den Kommunen führt, hilft und trägt dazu bei, dass die vielen Helfer vor Ort ihre Unterstützung und ihr großes Engagement auf die wirklich Schutzbedürftigen konzentrieren können“, ergänzte Winfried Manns, Geschäfsführendes Vorstandsmitglied des Gemeinde-und Städtebundes Rheinland-Pfalz.


Manns hob zudem die Bedeutung der Integration der Flüchtlinge, die bleiben werden, als zentrale Herausforderung der Zukunft hervor. Auch hierbei können Ehrenamtliche zum Beispiel Vereine aber auch die Freiwillige Feuerwehr oder andere Hilfseinrichtungen einen wichtigen Beitrag leisten. „Das wird allerdings nur funktionieren, wenn Bund und Länder mit einem Integrations- und Zuwanderungsgesetz den notwendigen Rahmen schaffen.“, sagte Manns abschließend.

Pressemitteilung GStB RP vom 09.11.2015

 

 

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