„Gewerbe-Online“ kann Modell für ganz Deutschland sein

Mit dem Anschluss aller 210 kommunalen Gewerbeämter und aller 28 Starterzentren der Industrie- und Handels- sowie der Handwerkskammern in Rheinland-Pfalz wurde das eGovernment-Verfahren „Gewerbe-Online“ erfolgreich auf den Weg gebracht. Die beteiligten Institutionen zogen eine positive Bilanz dieses Gemeinschaftsprojekts von Landesregierung, Kammern, Kommunen und Statistischem Landesamt.
 

Heike Raab, Staatssekretärin im Mainzer Innenministerium, bezeichnete Gewerbe-Online als ein gelungenes Beispiel für innovative eGovernment-Lösungen. „Das Portal ist effizient, kostensparend, schnell und informativ, also modern und auf der Höhe der Zeit“, sagte die Staatssekretärin. Das zeige nicht zuletzt der 3. Preis, den das Verfahren beim eGovernment-Wettbewerb des Bundesinnenministeriums erhalten habe. Für den Federführer der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz, Arne Rössel, kann das Projekt als Vorbild für ganz Deutschland dienen, erst recht, wenn sich alle Kommunen auf einen Software-Standard hinsichtlich des aktuellsten Datenlieferformates verständigen. 


Der Prozess der Gewerbemeldungen in Rheinland-Pfalz stellt aus Sicht des Deutschen Industrie- und Handelskammertags eine Best-Practice-Lösung zur Umsetzung einer IT-gestützten Gewerbemeldungen in Deutschland dar. Der DIHK strebt bundesweit die vollständige elektronische Gewerbemeldung an. Für die kommunalen Spitzenverbände  zeigten sich Hauptgeschäftsführer Dr. Wolfgang Neutz (Städtetag Rheinland-Pfalz) und Verbandsdirektor Winfried Manns (Gemeinde- und Städtebund Rheinland-Pfalz) erfreut über die große Bereitschaft der Kommunen, an diesem Projekt mitzuwirken. Dazu habe sicherlich auch beigetragen, dass die bereits vorhandene Software der Verwaltungen weitergenutzt werden kann.

Mit „Gewerbe-Online“ werden Gewerbeanzeigen in Rheinland-Pfalz elektronisch erfasst und schneller an die verschiedenen Empfängerstellen weitergeleitet. Insgesamt werden mit diesem System rund 320 Stellen im Land verbunden. Durch die medienbruchfreie Übermittlung der Daten werden Zeit und Kosten gespart und zugleich die Qualität der Informationen erhöht. Den Anstoß zu dem neuen Verfahren hatte das Statistische Landesamt gegeben. Wie  Präsident Jörg Berres erklärt, war die Qualität der Daten durch die damaligen Übermittlungswege nicht optimal. Die Erhebungs- und Empfangsstellen hätten früher den Gewerbemeldungen teilweise unterschiedliche Wirtschaftszweignummern zugewiesen. Ein Betrieb konnte so zum Beispiel in den Daten der Deutschen gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) anders zugeordnet sein als beim Finanzamt oder beim Statistischen Landesamt. Mit Gewerbe-Online habe sich die Datenqualität der Gewerbeanzeigenstatik verbessert, mit der sich das Gründungsgeschehen landesweit und regional detailliert darstellen lässt.

Gewerbeämter und Starterzentren verteilen die Gewerbemeldungen jetzt nicht mehr selbst an die verschiedenen Adressaten, sondern schicken sie nur noch an das Statistische Landesamt, das die richtige Wirtschaftszweignummer vergibt und die elektronische Weiterverteilung übernimmt. Insgesamt erhalten so 74 Stellen die Gewerbemeldungen, darunter die Unfallversicherung, Gewerbeaufsichtsämter und Finanzämter. Schöner Nebenaspekt: Jährlich werden gut 5 Tonnen Papier eingespart. 


Pressemitteilung des Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur und des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalt vom 26. Januar 2012

 

 

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