Verbandsgemeinde Daaden: Arbeit, Landschaft und Leben auf hohem Niveau

Im Daadener Land gehen Innovationsfreude und Traditionsbewusstsein Hand in Hand. Das spiegelt sich auch in der Wirtschaftsstruktur wieder.
 
Barockkirche in DaadenVerkehrsgünstig gelegene Gewerbestandorte sowie qualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind wesentliche Faktoren, die die am Dreiländereck gelegene Verbandsgemeinde auch für Neuansiedlungen interessant machen.

Die Verbandsgemeinde Daaden ist eine traditionsreiche Gemeinschaft von neun Ortsgemeinden. Daaden wurde schon im Jahr 1219 erstmals urkundlich genannt. Nur wenig jünger ist Friedewald, das 1324 zur Stadt erhoben wurde. Mit seinen Nachbarn Nisterberg, Derschen, Mauden und Emmerzhausen liegt der Ort am 654 m hohen Stegskopf, der zweithöchsten Erhebung des Westerwalds.

Als Höhengemeinde zeigt sich auch das schon 848 erwähnte Weitefeld, wo sich das vielfach gegliederte Bergrelief zu einer großzügigen Hochfläche ausweitet. Niederdreisbach und Schutzbach vervollständigen in der Tallage die Verbandsgemeinde.

Die Geschichte hat im Daadener Land eine Reihe sehenswerter steinerner Zeugen hinterlassen. Darunter nimmt die 1722/24 erbaute Barockkirche in Daaden eine überragende Stellung ein. Auch heute noch spreizt der kaiserliche Doppeladler seine Schwingen über das Eingangstor von Schloss Friedewald.Kunstkenner werden in der lebhaft gegliederten Renaissance-Fassade (1580/82) des Haupthauses das Heidelberger Schloss als Vorbild erkennen.

Mit ihrem Turm hat sich inmitten von Daaden die „Alte Post“, Teil des einstigen Schützschen Herrensitzes (1671), behauptet. Sie birgt die umfangreiche Sammlung des Heimatmuseums und ist heute zum Bürgerhaus umgebaut. Mehr im Verborgenen bezeugen Steine noch ein sehr altes Geschichtskapitel: den inzwischen erloschenen Erzbergbau.

Gastfreundschaft wird im Daadener Land großgeschrieben. Die Gastronomie bietet sowohl rustikale Gemütlichkeit als auch ein anspruchsvolles Angebot aus Küche und Keller. Die Verbandsgemeinde Daaden verfügt über zahlreiche gepflegte Hotels, Pensionen und Gaststätten. Sportmöglichkeiten bieten unter anderem ein modernes Hallenbad und Freibäder. Für Wintersportler stehen Skilifte und gespurte Loipen für Skiwanderungen zur Verfügung. In der abwechslungsreichen Mittelgebirgslandschaft laden ein umfangreiches Wanderwegenetz und ausgeschilderte Nordic-Walking-Strecken ein.

Themenwanderwege informieren beispielsweise über die heimische Industrie- und Bergbaugeschichte. Über den Tellerrand schaut die Verbandsgemeinde Daaden mit dem neuen Qualitätswanderweg „Druidensteig“, der in Zusammenarbeit mit vier weiteren Verbandsgemeinden entsteht und auf einer Länge von knapp 70 km eine Anbindung an den Westerwaldsteig schafft. In einem weiteren Projekt wird die Ausweisung spezieller Mountainbike-Touren geplant.

Das Daadener Land als Wirtschaftsstandort


Die verkehrsgünstige Lage in Nähe der Autobahnlinie Dortmund – Frankfurt (A 45) und der Bundesstraßen 54, 414 und 62 mit der Nord-Süd-Verbindung Freudenberg – Hachenburg – Koblenz hat für die Verbandsgemeinde Daaden eine wichtige Bedeutung. Die in den letzten Jahrzehnten entstandene Industrie nimmt unter anderem im Behälterbau, im Maschinenbausektor, im Zuliefererbereich für die Automobilindustrie sowie in der Klima- und Lufttechnik deutschlandweit eine führende Rolle ein und hat darüber hinaus auch auf dem Weltmarkt Bedeutung erlangt.

Mit über 600 Beschäftigten und einer großen Zahl an Auszubildenden an zwei Standorten ist die Firma Muhr und Bender größter Arbeitgeber des Daadener Landes. Das Werk in Daaden wurde 1960 im Zuge des sich damals abzeichnenden Strukturwandels gegründet. Ein gut ausgestatteter Dienstleitungsbereich rundet die Wirtschaftsstruktur des Daadener Raumes ab. Günstige Möglichkeiten der Industrieansiedlung sind nach wie vor vorhanden. Im Rathaus ist Wirtschaftsförderung übrigens Chefsache.

Der Truppenübungsplatz Daaden hat sicher auch dazu beigetragen, dass das Daadenener Land deutschlandweit bekannt ist. Der Eindruck vieler Soldaten, dass hier der Wind besonders kalt weht, ist dabei nur ein kleiner Aspekt. Schon immer pflegen Verwaltung und Bevölkerung der angrenzenden Gemeinden ein besonders gutes und partnerschaftliches Verhältnis zu ihrem Bundeswehrstandort, der auch in Zukunft erhalten bleiben soll.

Neue Wege gehen


Die demographische Entwicklung macht auch vor der Verbandsgemeinde Daaden und ihren neun Ortsgemeinden nicht halt. Umso mehr ist es das Ziel der Verantwortlichen im Daadener Rathaus und in allen Ortsgemeinden, die gewachsenen Strukturen zu bewahren, ein hohes Maß an Lebensqualität vorzuhalten und gerade jungen Familien Perspektiven zu eröffnen, sich hier wohlzufühlen.Zahlreiche Anreize, auch finanzieller Art, sollen dazu beitragen, dass die Ortskerne in ihrer Lebendigkeit und Vielfalt erhalten bleiben.

Das Netzwerk „Gesundheit - Alter - Pflege“ ist ein weiterer Baustein. Akteure aus dem weiten Betätigungsfeld des Gesundheits- und Sozialwesens wirken eng zusammen und können ihre Angebote besser bündeln. Neue Wege geht die Verbandsgemeinde Daaden auch in anderen Bereichen: Beispielhaft ist hier das Geothermie-Projekt zu nennen, das eine zukunftsweisende Energieversorgung der Regionalen Schule und des Hallenbades sicherstellen wird.

Als feste Einrichtung etabliert haben sich die „Wirtschaftsgespräche“, die regelmäßig Verantwortungsträger heimischer Unternehmen zusammenbringen. Daraus entwickelt sind jetzt auch die „Daadener Mittelstandstage“ angelaufen, bei denen erfahrene Praktiker kleineren Betrieben umfangreiches betriebswirtschaftliches Know-How vermitteln. Die Teilnehmer stellen fest: Es zahlt sich auch in diesem Bereich aus, neue Wege zu gehen.
 

Weitere Informationen: www.daaden.de


Beitrag aus Gemeinde und Stadt 03/2009
 

 

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