Verbandsgemeinde Nieder-Olm: Das Tor zum Rheinhessischen Hügelland

Die Verbandsgemeinde Nieder-Olm, das Tor zum Rheinhessischen Hügelland, zwischen Selz und Rebenhängen gelegen, wurde 1972 aus acht Gemeinden gebildet. In den letzten Jahren hat sich das Gebiet der Verbandsgemeinde wegen seiner zentralen und doch ruhigen Lage zur bevorzugten Wohngegend entwickelt, was der starke Bevölkerungsanstieg (1973 = 15.670 Einwohner, 1999 = 29.046 Einwohner, 2005 = 31.140 Einwohner) widerspiegelt.
 
Stadtkern von Nieder-Olm mit der katholischen Kirche St. Georg.Aus den ehemals landwirtschaftlich orientierten Dörfern sind in kurzer Zeit moderne Wohngemeinden geworden, deren Anziehungskraft stetig wächst. An Einwohnerzahl und Wirtschaftskraft rangiert die Verbandsgemeinde Nieder-Olm an der Spitze des Landkreises Mainz-Bingen und hat sich im Laufe der Jahre zum Gewerbestandort mit Zukunft entwickelt.

Ein Landstrich, der gesegnet ist mit Früchten und Wein und was sonst die Erde hervorbringt.

In der Verbandsgemeinde Nieder-Olm wohnen aufgeschlossene Menschen, freundlich und mit rheinhessischer Fröhlichkeit ausgestattet, die zu feiern verstehen. Der Rhythmus ländlicher Feste ist noch nicht verloren gegangen: Fastnacht, Sommer-, Ernte- und Winzerfeste sowie Kerb werden aller Orten gefeiert.

Vielgestaltig präsentiert sich die Verbandsgemeinde Nieder-Olm dem Besucher. Wer von Ingelheim kommend dem Selztal folgt, dem erschließt sich hinter Stadecken-Elsheim das weite Tal mit den Rebenhängen und den Ortschaften Essenheim, Ober-Olm und Klein-Winternheim zur Linken. Hinter der Autobahnzufahrt am Selzknie, wo das Flüsschen von Süden kommend nach Westen abbiegt, liegt Nieder-Olm, die größte Ortschaft und Sitz der Verbandsgemeindeverwaltung für die gut 31.000 Einwohner der acht Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde Nieder-Olm. Kommt man von Zornheim oder Ebersheim, letzteres ist seit 1972 Mainz eingemeindet, bietet sich ein anderes Bild. Weit sieht man von der Höhe über das Rheinhessische Hügelland, sieht den Donnersberg, in weiter Ferne den Hunsrück und nach Norden hin den Taunus mit dem Feldberg. Zornheim befindet sich auf der Ostseite des Zornheimer Berges und öffnet sich daher nach Süden und Südosten, dorthin, wo weit hinter dem Rheintal die Berge des Odenwaldes sichtbar werden.

Der Eilige, der aus Richtung Alzey kommend die Autobahn A 63 nach Mainz benutzt, huscht an alledem vorbei. Er sieht vielleicht Sörgenloch, die kleinste Ortsgemeinde, etwa zwei Kilometer südlich von Nieder-Olm, ehe er die Selz überquert und später auf dem Klein-Winternheimer Berg Mainz, Wiesbaden, den Taunus und einen Teil des Rheingaus vor sich liegen sieht.

Jugenheim, die Weinbaugemeinde mit der größten evangelischen Kirche in Rheinhessen, liegt etwas abseits, südwestlich von Stadecken-Elsheim und damit vom geographischen und wirtschaftlichen Mittelpunkt der acht Ortsgemeinden, Nieder-Olm, am weitesten entfernt.

An Einwohnerzahl und Wirtschaftskraft rangiert die Verbandsgemeinde Nieder-Olm an der Spitze des Landkreises Mainz-Bingen. Schmucke Neubaugebiete entstehen in vielen Ortsgemeinden, wo sich zahlreiche junge Familien ein Häuschen bauen. Sie wollen nicht nur mit den Gütern des täglichen Lebens versorgt werden, was dem einheimischen Handel und Gewerbe zugute kommt, sondern auch mit Angeboten von öffentlichen Einrichtungen. Eine Kindertagesstätte, 18 öffentliche und private Kindergärten und einen Schulkindergarten gibt es heute. Außerdem 6 Grundschulen, darunter eine Ganztagsschule und die Möglichkeit, das Angebot der betreuenden Grundschule zu nutzen. Darüber hinaus existieren eine regionale Schule und ein Gymnasium. Der Landkreis Mainz-Bingen hat im gleichen Schulzentrum die Sonderschule für Körperbehinderte des Landkreises gebaut. Mit der Selztalschule, der Schule für Lernbehinderte und der Musikschule wird der Schulschwerpunkt Nieder-Olm abgerundet. Neben Ärzten, Zahnärzten und Apotheken ergänzt eine große Anzahl an Einzelhandelsgeschäften, Dienstleistungsbetrieben und Banken das Angebot in der Verbandsgemeinde. In den neu erschlossenen Gewerbegebieten der jeweiligen Ortsgemeinden haben sich Unternehmen angesiedelt, die den Vorteil des Autobahnanschlusses zu schätzen wissen. Das schafft neue Arbeitsplätze, obgleich die Zahl der Berufsauspendler die Zahl der Einpendler übertrifft.

Im Bereich Sport und Freizeit hat die Verbandsgemeinde Nieder-Olm ein umfangreiches Angebot. In allen Ortsgemeinden gibt es Sportplätze und Turnhallen.

Ein besonderes Highlight ist das in Nieder-Olm gelegene, neu umgebaute Hallen- und Freibad der Verbandsgemeinde, das Rheinhessen-Bad. Hier fühlen sich klassische Bahnenschwimmer genauso wohl wie junge Familien, die mit ihren Kleinen im neuen Kinderplanschbecken mit Rutschen oder im Strudelbereich des Nichtschwimmerbeckens ihren Spaß haben. Für Saunabegeisterte bietet das Rheinhessen-Bad vier verschiedene Saunaformen. Darüber hinaus existieren in der Verbandsgemeinde eine Radsporthalle, Tennisplätze, ein Schießstand, Reitgelände und für Wanderer und Radfahrer Wege zu Naherholungsgebieten.

Die Verbandsgemeinde ist auch bekannt für die Vielfalt ihrer kulturellen Veranstaltungen. Hingewiesen sei hier auf die jährlich auf dem Rathausplatz stattfindenden Weinkulturtage mit Musik und guten Tropfen aus den Ortsgemeinden, die Kulturtage der Verbandsgemeinde Nieder-Olm mit Künstlern aus Nah und Fern und die zahlreichen Ausstellungen bildender Künstler im Rathausfoyer, der Kleinen Galerie Eckes und in Privatgalerien.

In der Verbandsgemeinde Nieder-Olm gibt es über 120 Vereine, die das gesellschaftliche Leben vielgestaltig machen.

Im September 1996 ist die Verbandsgemeinde Nieder-Olm eine Partnerschaft mit der polnischen Gemeinde Glucholazy (ehemals Ziegenhals), im südlichen Teil der Woiwodschaft Oppeln gelegen, eingegangen.

 

Weitere Informationen: www.vg-nieder-olm.de


Beitrag aus Gemeinde und Stadt 04/2005
 

 

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