Stadt Schifferstadt: Leben zwischen Rhein und Reben

Schifferstadt, etwa im 6. Jhd. n. Chr. entstanden, wurde erstmals als „Sciffestad“ im Jahr 868 urkundlich erwähnt. Im 10. und 11. Jhd. war Schifferstadt in salischem Besitz und gehörte zur Gaugrafenschaft Speyer. Später unterstand das Dorf der Abtei Limburg, bis es 1065 mit allen Besitzungen in das Eigentum des Hochstiftes Speyer gelangte, dem es bis zum Jahre 1797 gehörte.
 

Stammt aus Schifferstadt: Der 3000 Jahre alte „Goldene Hut“, dessen Modell im Heimatmuseum ausgestellt ist.Klein-Schifferstadt oder das „Dorf auf der Wiesen“, wie es in einer Urkunde genannt wird, hat seine eigene Geschichte. Es gehörte zur Kurpfalz, seine Bewohner waren evangelisch - im Gegensatz zum katholischen Hochstift. Durch einen Staatsvertrag zwischen der Kurpfalz und dem Hochstift Speyer wurden die beiden Gemeinden 1709 vereinigt.

Vielfache Kriegswirren, besonders in den Jahren 1522, im Dreißigjährigen Krieg, in der Zeit von 1672 - 1748, sowie in den französischen Revolutionskriegen, warfen die Gemeinde Schifferstadt immer wieder in der Entwicklung zurück. Als Relikte des früheren Dorfes Schifferstadt sind noch einige Straßenzüge mit typischen Fachwerkhäusern zu finden. Im ansprechend gestalteten Stadtkern steht das „Alte Rathaus“, ein schmucker Fachwerkbau aus dem Jahr 1558, gegenüber der Jakobuskirche (1616).


Arbeiterwohngemeinde entsteht


Im 19. Jahrhundert begann eine Zeit friedlicher und ungestörter Entwicklung.  Das wirtschaftliche Leben der Gemeinde war zur damaligen Zeit hauptsächlich durch Landwirtschaft und Handwerk geprägt. Der Bau der ersten pfälzischen Eisenbahn (1845 - 1847) und die Gründung der BASF (1865) hatten zur Folge, dass die Bevölkerung stark anwuchs, und dass aus der ehemaligen Bauerngemeinde durch das Angebot neuer Arbeitsplätze eine reine Arbeiterwohngemeinde wurde.

Der Beginn der Industrialisierung ließ auch die Gemeinde Schifferstadt wachsen. Mehrere kleine Betriebe siedelten sich an. Langsam entwickelte sich das Arbeiterdorf zur größten pfälzischen Gemeinde. Die Bevölkerungszahl stieg auf 11.500 nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Stadterklärung erfolgte am 01.10.1950 durch die Landesregierung Rheinland-Pfalz. Jetzt setzte eine in der Geschichte Schifferstadts einmalige Aufwärtsentwicklung ein. Im Süden des Orts entstand ein neuer Stadtteil. In zwei Gewerbegebieten und zwei großen Industriegebieten konnten mehrere Betriebe angesiedelt werden, so dass heute ca. 4.000 Arbeitsplätze in Schifferstadt angeboten werden können.

Baugebiete und Industrieareale


In den letzten Jahren wurden große Anstrengungen unternommen, um Bauland und Gewerbeflächen anbieten zu können. So hat die Stadt heute über 57 ha Bauland und mehr als 79 ha Gewerbeflächen zu bieten. Schifferstadt hat sich durch die Erschließung dieser großzügigen Baugebiete und Industrieareale als bedeutender Anziehungspunkt für die benachbarten Industriezentren etabliert. Wer in Schifferstadt bauen oder die vielfältige Geschäftswelt mit einem Gewerbebetrieb bereichern will, ist herzlich willkommen. Platz gibt es genug.

Die Ansiedlung von Betrieben wird dadurch erleichtert, dass die Stadt in ein hervorragend ausgebautes Verkehrsnetz eingebunden ist. Landes- und Kreisstraßen, Bahn- und S-Bahnknotenpunkte und nicht zuletzt der direkte Anschluss an die Bundesautobahn A 61 ermöglichen optimale Verkehrsverbindungen. Schifferstadt ist durch den Bau eines modernen Schul- und Sportzentrums mit Hallenbad zu einem Mittelzentrum in der Metropolregion Rhein-Neckar geworden. Es wird ein gut ausgebautes Schulsystem mit Grundschulen und sämtlichen weiterführenden Schulen angeboten. Das Schulzentrum und das große Sportzentrum bilden eine ideale Einheit.

Schifferstadt, überschaubar und lebendig, bietet alle Voraussetzungen für einen hohen Wohn- und Freizeitwert. Die Stadt mit rund 19.600 Einwohnern liegt mitten im Gemüsegarten Deutschlands zwischen dem großstädtisch geprägten Rhein-Neckar-Raum, dem Pfälzer Wald und weitläufig angelegten Weinbergen.

Für sportliche Zwecke stehen das Sportzentrum, ein Hallen- und Freibad mit Sauna, eine Tennisanlage mit Halle und 12 Freiplätzen, ein Golfplatz, ein Minigolfplatz, ein Kegelcenter und weitere Sportanlagen zur Verfügung.

Vor den Toren der Stadt liegen Wälder mit Rundwanderwegen und Badeseen. Mehr als 900 ha Waldfläche, die Naherholungsgebiete am Bahn- und Schwanenweiher und die Waldgrillhütte mit Boule- und Bocciabahn bieten Möglichkeiten der Entspannung im Einklang mit der Natur. 18 km Reit- und Wanderwege sind ausgeschildert. Ein Läuferweg, ein Baumkundeweg und kilometerlange Wanderwege durch den Stadtwald ergänzen das Angebot.

Das Kultur- und Freizeitangebot der Stadt ist so vielseitig, dass für jeden etwas dabei ist. Historisches und Wissenswertes erfährt man im Heimatmuseum und für Lesefreunde hält die Stadtbücherei ein vielfältiges Sortiment bereit. Das 1. Deutsche Ringermuseum illustriert die herausragende Bedeutung der Stadt im Ringersport; die Ringerlegende Wilfried Dietrich ist vielen Menschen ein Begriff.  In 30 Sportvereinen, 14 Gesang- und Musikvereinen, 10 Tierzucht- und Schutzvereinen sowie in einer Vielzahl weiterer Vereine und Gruppen können Interessierte ihre Freizeit gestalten.

Schifferstadt ist auch Fundstätte des 1835 bei der Feldarbeit entdeckten „Goldenen Hutes“, einem über 3000 Jahre alten kostbaren und seltenen Bodenfund aus der Frühgeschichte der Menschheit. Ein Modell steht im Heimatmuseum.
Schifferstadt zeigt sich heute als Gemeinde mit hohem Wohnwert, die es versteht, Wohnen, Arbeiten und Erholung miteinander zu verbinden.


Weitere Informationen: www.schifferstadt.de


 

 

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