Verbandsgemeinde Deidesheim: Land der Reben, Mandeln und der Feigen

Die Verbandsgemeinde Deidesheim mit ihren ca. 12.600 Einwohnern in fünf Ortsgemeinden: der Stadt Deidesheim, den Gemeinden Forst, Meckenheim, Niederkirchen und Ruppertsberg liegt an der Deutschen Weinstraße am Rande der Haardt.
 
Blick auf Deidesheim, gelegen in einer Landschaft voller Harmonie.Auf dem Gebiet der Verbandsgemeinde Deidesheim (Gesamtfläche 57 qkm) wird auf ca. 1.600 ha Weinbau betrieben. Ca. 1.700 ha werden als Acker- bzw. Grünland bewirtschaftet. Die verbandsangehörigen Gemeinden besitzen über 2000 ha Wald im Naturpark Pfälzer Wald mit gut ausgebauten und markierten Wanderwegen.

Aufgrund der Bodenbeschaffenheit und des milden Klimas gedeihen hier vorzügliche Weine, aber auch Feigen, Kastanien, Mandeln und Zitronen. Ein großen Prozentsatz der Bevölkerung lebt heute nicht mehr vom Weinbau, ist jedoch eng damit verbunden.

Der Tourismus ist ein wesentlicher Erwerbszweig in der Region. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten, wie z.B. in Deidesheim der mittelalterliche Marktplatz mit dem alten Rathaus und der kath. Pfarrkirche St. Ulrich, Teile der Stadtbefestigung faszinieren die Besucher. Auch in den anderen Orten der Verbandsgemeinde gibt es gut erhaltene Bürgerhäuser und zum Teil alte Fachwerkhäuser zu sehen.

Auf mehreren markierten Rundwanderwegen durch die Weinbergsflur kann man Steinkreuze, Kapellen, Flurdenkmäler sowie die Heidelöcher auf dem Kirchberg entdecken.
Aber auch Tennis, Minigolf, Freischach, Trimm-Dich-Pfad, beheiztes Freibad, Kneipptret- und Armbecken, Tanz, Kegelbahnen, Ausflugsfahrten, Stadtführungen, Museen, Galerien und Kunstausstellungen bieten den Urlaubern und den Bewohnern der Verbandsgemeinde Deidesheim eine Fülle von Abwechslungen.

Für die Bürger der Verbandsgemeinde Deidesheim wurden in den letzten Jahren und Jahrzehnten erhebliche Investitionen von Verbands- und Ortsgemeinden getätigt. Die Erschließung von Neubaugebieten in allen Ortsgemeinden, die Sanierung von Schulgebäuden, Kindertagesstätten und die Errichtung einer Regionalen Schule zusammen mit der Nachbarverbandsgemeinde Wachenheim, sind nur einige Beispiele hierfür. Jugendtreff, Musikschule und Volkshochschule werden ebenfalls für die Einwohner in der Verbandsgemeinde angeboten. Auch die Seniorenarbeit hat einen hohen Stellenwert; mit der Durchführung von Seniorennachmittagen, Seniorenfahrten und der Einrichtung von Seniorenstuben in den Ortsgemeinden wird der älteren Generation Rechnung getragen.

Nicht zu vergessen die Feste im Gebiet der Verbandsgemeinde Deidesheim: Angefangen vom Lätarespiel Hanselfingerhut in Forst, über die Gässelkerwe in Meckenheim, die historische Geißbockversteigerung an Pfingstdienstag in Deidesheim, die Weinfeste und Weinkerwen in Forst, Niederkirchen, Deidesheim und Ruppertsberg, den Kirchweihen in Meckenheim und Niederkirchen bis zum Weihnachtsmarkt in Deidesheim ist in der Region fast an jedem Wochenende Feststimmung geboten.

Geschichtliches aus Deidesheim und Umgebung


Seit 01.01.1973 ist Deidesheim Sitz der Verbandsgemeinde Deidesheim mit den Orten Forst, Meckenheim, Niederkirchen und Ruppertsberg.

Deidesheim wurde schon 699 in einer Urkunde des Klosters Weißenburg genannt. In einer Urkunde des Klosters Fulda aus dem Jahre 770 wird Deidesheim erstmalig als weinbautreibend erwähnt. Seit dem Jahre 1100 war Deidesheim mit den umliegenden Orten Forst, Niederkirchen und Ruppertsberg fürstbischöflich-speyrischer Besitz.

Forst findet urkundlich 1100 die erste Erwähnung bis zur großen französischen Revolution verblieb Forst beim Hochstift Speyer und bildete zusammen mit Deidesheim die Edelwein-Domäne der Fürstbischöfe.

Meckenheim wurde bereits 768 erwähnt, war bis zur französischen Revolution kurpfälzisch und kam 1816 an Bayern.

Ruppertsberg wird erstmalig um 1040 erwähnt und kam um 1100 zum Hochstift Speyer. Das Geschlecht derer von “Ruppertsberg” blüht bereits um das 12. Jahrhundert und starb 1475 mit dem Ritter Wilhelm aus.

Es ist davon auszugehen, daß das heutige Niederkirchen das ursprüngliche Deidesheim war. Infolge des Schloßbaues entwickelte sich 1 km von Niederkirchen entfernt direkt am Fuße der Haardt eine Tochtersiedlung die dann den Namen Oberdeidesheim erhielt während das ursprüngliche Deidesheim Niederdeidesheim genannt wurde. Erst später wurde für diesen Ort der Name Niederkirchen eingeführt und aus Oberdeidesheim wurde Deidesheim. Deidesheim erhielt 1395 die Stadtrechte.

Die Zusammensetzung des Wappens der Verbandsgemeinde Deidesheim:


Silbernes Kreuz:
Bistum Speyer; das Kreuz ist enthalten im Wappen von Deidesheim, Niederkirchen und Forst, Ruppertsberg gehörte ebenfalls den Fürstbischöfen von Speyer
Rotbekrönter Löwe:
Einflußbereich der Kurpfalz; ist im Meckenheimer Wappen enthalten
Weintraube mit Blatt:
Gemeinsamkeit der fünf Ortsgemeinden als weinbaubetreibende Gemeinden

 

Weitere Informationen: www.vg-deidesheim.rlp.de sowie www.deidesheim.de


Beitrag aus Gemeinde und Stadt 10/2003
 

 

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