Verbandsgemeinde Bad Breisig: Wohnen und Erholung an der Verkehrsader

Gelegen im schönen Mittelrheintal im nördlichen Bereich ist die Verbandsgemeinde Bad Breisig von mehreren Entwicklungen beeinflusst. Da ist einmal das Angebot für Gesundheit und Erholung, das die Eifellandschaft und die romantische Flusslage mit sich bringt.
 
Ansicht Uferpromenade Bad Breisig

Zum anderen prägt die Nähe zu den Ballungsräumen Bonn und Koblenz, wichtig für die Einheimischen und für Neubürger, durch eine Fülle hochwertiger Arbeitsplätze vor allem in Verwaltungs- und Dienstleistungsbereich. Schließlich sind nicht zu übersehen die Auswirkungen der Verkehrsader Rheintal auf der Straße und auf der Schiene. Beide bringen einerseits die Gäste in die Stadt und die Bewohner zur Arbeit, andererseits bedeuten sie aber auch Belastung wie außerdem Vater Rhein bei Hochwasser sich von einer nicht erwünschten Seite zeigen kann.

Zwischen diesen Polen entwickelt sich die Verbandsgemeinde Bad Breisig mit ihren Ortsgemeinden Stadt Bad Breisig, Brohl-Lützing, Gönnersdorf und Waldorf . 13.268 Einwohner haben hier ihr Zuhause, davon 9160 in Bad Breisig und 2654 in Brohl-Lützing. In den vergangenen zehn Jahren hat die Bevölkerung um 300 Einwohner zugenommen, in den vergangenen 20 Jahren um rund 2500.

Die bei der Ortsgemeinde Waldorf durch das Gebiet der Verbandsgemeinde führende Autobahn 61 Venlo–Ludwigshafen verbessert nachhaltig die Verkehrsanbindung. Im Rheintal spielt die linksrheinische Strecke der Deutschen Bahn sowie die Bundesstraße 9 eine große Rolle. Eines der größten Projekte der Verbandsgemeinde konnte vor einem Jahr abgeschlossen werden, nämlich der allen Belangen gerecht werdende Ausbau der B 9 in der Breisiger Ortslage. Von Bad Breisig verkehrt außerdem eine Autofähre nach Bad Hönningen.

Kernpunkt des Angebots für die Gäste sind die Römer-Thermen, ein modernes Schwimmbad und Gesundheitszentrum rund um eine Quelle naturbelassenen, eisenhaltigen Thermalwassers. Die Kurindikationen sind Chronische rheumatische Erkrankungen, Erkrankungen des Bewegungsapparates und Rehabilitation sowie Stoffwechselkrankheiten. Bad Breisig verfügt über insgesamt vier Heilquellen und ist seit 1958 anerkannter Badeort, seinerzeit noch als Bad Niederbreisig. Der Kurpark mit seinem alten, teils exotischen Baumbestand, die autofreie Rheinpromenade über eine Länge von fast sechs Kilometern ergänzen die Möglichkeit der ausgiebigen Erholung wie auch die unmittelbare Umgebung. Bad Breisig verfügt über ein gut erschlossenes Waldwegenetz. Die prämiierten Fernwanderwege Rheinsteig und Rheinburgenweg runden das Wanderangebot ab. Auf vier speziell ausgeschilderten Routen des Nordic Fitness Parks Rhein Ahr Eifel kommen Freunde des Nordic-Walking auf ihre Kosten. Freunde des Radfahrens genießen den Rhein- oder auch den benachbarten Ahrwanderweg.

Einheimische wie Gäste freuen sich an einem abwechselungsreichen Terminkalender. So das Brunnenfest im Mai (in diesem Jahr vom 17. bis 20. Mai), die Bad Breisiger Kulturtage zum Thema „Wasser“ Ende Juni, die weithin bekannte Kulinarische Woche der Breisiger Gastronomie (20. bis 29. Juli), das Sommernachtsfest mit großem Höhenfeuerwerk Ende Juli, Mitte September der Zwiebelmarkt mit mehr als 300 Ständen und schließlich drei Weihnachtsmärkte.

Sowohl für Gewerbeansiedlungen wie auch für Neubaugebiete existieren respektable Möglichkeiten. Im Norden von Bad Breisig finden interessierte Unternehmer die Gewerbegebiete Goldene Meile und Im Seifental. Die Gewerbegebiete haben zwei direkte Anschlüsse an die B 9 nach Bonn bzw. Koblenz. Momentan sind hier u.a. ein großer Supermarkt, Speditionen, Baufirmen angesiedelt.

Der Ortsteil Brohl der Ortsgemeinde Brohl-Lützing ist als ehemaliger Industriestandort noch heute von Gewerbetreibenden geprägt: rund 50 Unternehmen haben sich hier angesiedelt, u.a. so bekannte Betriebe wie Tönissteiner oder der Brohler Mineral- und Heilbrunnen. Weitere Unternehmen befinden sich im eher als Wohngebiet geprägten Ortsteil Niederlützingen. Hier ist vor kurzem der Startschuss für die Erschließung des neuen Baugebietes „Auf der Ansatz“ gefallen. Brohl und Niederlützingen sind in Dorferneuerungsmaßnahmen einbezogen. Dabei geht es vorrangig um Aufwertung und Erweiterung vorhandener öffentlicher Flächen, um Zentralisierung von Kommunikationspunkten und um eine Einbeziehung privaten Eigentums unter dem Blickwinkel der demographischen Entwicklung.

Für die Zukunft möchten sich die Ortsgemeinden Brohl-Lützing, Gönnersdorf und Waldorf zusätzlich dem Tourismus öffnen. Als Ausgangpunkt des historischen Vulkan-Express besteht eine ideale Anbindung an das von Wanderwegen und Vulkanismus durchzogene Brohltal.


Sprachgrenze im Vinxbachtal


Der Name Bad Breisig ist keltischen Ursprungs. Der bei Bad Breisig in den Rhein mündende Vinxtbach stellt seit der Römerzeit eine Sprachgrenze dar. Die erste Erwähnung des jetzigen Bad Breisig stammt aus dem zehnten Jahrhundert. Die Kirche St. Viktor in Oberbreisig wird im elften Jahrhundert erwähnt. Der Ort gehörte bis zur französischen Besetzung 1794 zu einem Essener Stift und wurde wie die ganze Region 1815 preußisch. Wichtigste Baudenkmäler sind die romanische Pfarrkirche St. Viktor im Ortsteil Oberbreisig, die Kirche St. Marien mit ihrer barocken Ausstattung und die aus dem Mittelalter stammende Burg Rheineck, eine rheinische Höhenburg von Rang, die sich heute in Privatbesitz befindet. Auch die Orte Brohl-Lützing im Rheintal sowie die einst landwirtschaftlich geprägten Dörfer Gönnersdorf und Waldorf in ihrer waldreichen Lage im Vinxtbachtal haben eine lange Geschichte. In Waldorf existiert ein interessantes Heimatmuseum. Die beiden bereits in der Eifel liegenden, gut entwickelten Dörfer bilden einen reizvollen Kontrast zu den eher städtisch geprägten Ortsgemeinden am Rhein.


Weitere Informationen: www.bad-breisig.de


Beitrag aus Gemeinde und Stadt 03/2007

 

 

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