Wasserfonds Ruanda



In Ruanda fehlen Zapfstellen, an denen sich Menschen mit einwandfreiem Trinkwasser versorgen können - dabei ist das Land nicht einmal arm an Trinkwasser. Das Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz in Rheinland-Pfalz, der Gemeinde- und Städtebund Rheinland-Pfalz und der Verein Partnerschaft Rheinland-Pfalz-Ruanda e.V. haben daher den Wasserfonds Ruanda gegründet. Die Mittel des Wasserfonds Ruanda fließen in den Aufbau einer Wasserversorgung im afrikanischen Partnerland und leisten dort einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsvorsorge.

Die ländliche Bevölkerung hat in vielen Gebieten keinen gesicherten Zugang zu sauberem Trinkwasser. Wasser wird mühsam aus Flüssen, Bächen, Bergquellen oder Sumpflöchern zu Fuß mit Kanistern angeschleppt. Diese schlechte Versorgungslage schlägt sich in mangelnder Hygiene und schlechter Gesundheit (Durchfall, Parasiten) sowie hoher Kindersterblichkeit nieder.

Über 90 Prozent der ländlichen Bevölkerung Ruandas (ca. 94 Prozent der insgesamt 9 Mio. Einwohner Ruandas) leben von der Subsistenz-Wirtschaft. Das Fehlen jeglicher Infrastruktur und die zunehmende Bodenknappheit (360 Einwohner pro km2 bewohnbarem Gebiet) bewirken, dass 70 Prozent der Einwohner Ruandas unter der Armutsschwelle leben.

Die Bodenknappheit wird weiter verschärft durch ein Bevölkerungswachstum von über 3 Prozent (Anteil der unter 24-jährigen an der gesamten Bevölkerung mehr als 75 Prozent) und die fortschreitenden Erosion der Böden.

Somit ist es wichtig, dass Hilfen darauf abzielen, das Bevölkerungswachstum zu mindern und die landwirtschaftliche Produktion zu verbessern. Dazu gehören Maßnahmen in den Bereichen der Infrastruktur, Bildung, Gesundheit, Wirtschaftsförderung und Landwirtschaft.


Zweck und Aufgaben des Wasserfonds Ruanda


Die Versorgung mit sauberem und hygienisch einwandfreiem Trinkwasser ist in Ruanda unzureichend, vor allem in den ländlichen Gebieten. Dabei ist Ruanda ein wasserreiches Land. Defizite bestehen in erster Linie in der Schaffung von Zapf- und Schöpfstellen aus geeignetem Quell- und Brunnenwasser.

Ziel des Wasserfonds Ruanda ist es, einen Beitrag zur Verbesserung der Trinkwasserversorgung zu leisten. Dabei geht es nicht etwa darum, eine europäischen Vorstellungen entsprechende Wasserversorgung aufzubauen. Vielmehr sollen lokal, an die örtlichen sozialen Verhältnisse angepasste Lösungen gefunden werden. Dies sind in erster Linie Wasserreservoirs und Schöpf- bzw. Zapfstellen, an denen die Bevölkerung sich per Kanister mit einwandfreiem Trinkwasser versorgen kann.

Schwerpunkte der Unterstützung sind Projekte in folgenden Bereichen:


  • Erschließung neuer Wasservorkommen und Bau entsprechender Wassergewinnungsanlagen, insbesondere Brunnenanlagen,
  • Unterstützung des Baus von Verteilungsnetzen für Trinkwasser einschl. der Hausinstallation,
  • Projekte zur Abwasserreinigung unter der Maßgabe, dass sie dazu beitragen, aktuell für die Trinkwasserversorgung genutzte oder potenziell dafür geeignete Wasservorkommen (Oberflächengewässer und Grundwasser) vor Verschmutzung und Verkeimung zu schützen.


 



          
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