Kinderbetreuung: Plätze und Qualität gesteigert. Land und Kommunen weiter gefordert

Den Gemeinden und Städten in Rheinland-Pfalz ist es gelungen, in einem enormen Kraftakt den Ausbau der Kinderbetreuung weiter voranzubringen und die Qualität der Betreuung weiter zu verbessern. „Die heute vorgestellten Ergebnisse des Ländermonitors Frühkindliche Bildungssysteme der Bertelsmann-Stiftung zeigen, dass wir im bundesweiten Vergleich enorm aufgeholt haben und mittlerweile bei der Betreuung für unter Dreijährige auf Platz drei liegen“, so Winfried Manns, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Gemeinde- und Städtebundes Rheinland-Pfalz.

 

„Erfreulicherweise ist es gelungen, dass der schnelle Ausbau nicht zu Lasten der Qualität der Kinderbetreuung gegangen ist. Der Personalschlüssel in den rheinland-pfälzischen Krippen liegt erstmals sogar über dem westdeutschen Durchschnitt. Gleichwohl können wir uns hierauf nicht ausruhen. Die zunehmende Zahl an Flüchtlingskindern in den Kitas ist eine weitere und in der Dimension neue Herausforderung, die ohne gezielte Hilfen von Bund und Land nicht zu bewältigen ist“, betonte Bürgermeister Aloysius Söhngen, Vorsitzender des kommunalen Spitzenverbandes.

„Notwendig sind insbesondere zusätzliche Stellen und weitere Mittel zur Sprachförderung und Integrationsprogramme. Auf bundeseinheitliche Vorgaben wie von der Bertelsmann-Stiftung gefordert, sollte verzichtet werden. Dies wird der unterschiedlichen Situation nicht gerecht und schafft nur unnötige Bürokratie. Durch die Vorgaben des Landes sind ausreichende Standards vorgeschrieben“, so Söhngen weiter.

„Der Bedarf an qualitativ guter Kinderbetreuung wächst weiter. Immer mehr junge Mütter wollen früher und schneller in den Beruf zurückkehren und die Wirtschaft erwartet dies auch. Es ist daher inakzeptabel, dass das Land eine für die Eltern weitgehend kostenlose Kindertagesbetreuung eingeführt hat, die Kommunen aber die Finanzierung der Kitas zum überwiegenden Teil allein stemmen müssen bzw. die vermeintlich aus Landesgeldern zur Verfügung gestellten Mittel an anderer Stelle wieder dem kommunalen Topf im Landeshaushalt entzogen werden. Die Menschen erwarten eine gute Kinderbetreuung genauso wie intakte Straßen und funktionsfähige Schwimmbäder“, unterstrich Bürgermeister Ralph Spiegler, Erster Stellvertretender Vorsitzender des kommunalen Spitzenverbandes.

„Auch sieht der Gemeinde- und Städtebund angesichts der derzeitigen festgefahrenen Tarifverhandlungen mit den Gewerkschaften bezüglich der Eingruppierung von Erzieherinnen und Erzieher derzeit keinen Spielraum für weitergehende Forderungen der Bertelsmann-Stiftung nach zusätzlichem Kitapersonal“, sagte Bürgermeister Axel Haas, Zweiter Stellvertretender Vorsitzender abschließend.


Pressemitteilung GStB RP vom 24.08.2015

 

 

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