Bruch überreichte Verdienstkreuz an Reimer Steenbock

Innenminister Karl Peter Bruch überreichte heute in Mainz das vom Bundespräsidenten verliehene Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland an Reimer Steenbock aus Mainz.
 

„Das Verdienstkreuz wird als Zeichen der Anerkennung und Würdigung besonderer ehrenamtlicher Verdienste verliehen und ist die höchste Auszeichnung für ehrenamtliches Engagement, die in Deutschland vergeben wird“, sagte der Minister.

 

Reimer Steenbock hat sich vielfältige Verdienste im kommunalen Bereich erworben. Nach einer Verwaltungslehre bei der Kreisverwaltung Norderdithmarschen in Heide/Holstein wechselte er 1967 zum Deutschen Gemeindetag. Hier war er zunächst als persönlicher Referent des Hauptgeschäftsführers, später als Finanzreferent tätig. 1972 wurde Reimer Steenbock Finanzreferent beim Gemeindetag Rheinland-Pfalz und übernahm 1988 die Funktion des Geschäftsführenden Vorstandsmitglieds und Verbandsdirektors bis zu seinem Ruhestand 2008.

 

Der Geehrte hat maßgeblich zur Modernisierung der Rheinland-Pfälzischen Kommunalverwaltung beigetragen. Der kommunale Onlineservice (kosDirekt), das Bürgerinformationssystem rlp Direkt, die Entwicklung des EWOISneu-Verfahrens, das kommunale integrierte System (KIS) oder die Gemeinde 21 sind mit seinem Namen verbunden.

 

So ist es auch seinem Engagement zu verdanken, dass für die Städte und Gemeinden Bündelausschreibungen für die Strombeschaffung realisiert werden konnten. Herr Steenbock hat sich ab 1988 als Mitglied im Präsidium des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB) wie auch der Landesgeschäftsführerkonferenz des DStGB Verdienste um das kommunale Selbstverwaltungswesen erworben.

 

Von 1990 bis 1998 engagierte er sich außerdem für den Aufbau kommunaler Strukturen in den neuen Bundesländern und in Mittel- und Osteuropa, gründete die „Anlaufstelle Thüringen“ und hat die Gründung des Gemeinde- und Städtebundes Thüringen vorangetrieben.

 

Seinem Engagement ist es auch zu verdanken, dass die „Koordinierungsstelle kommunaler Partnerschaften mit Kommunen in osteuropäischen Ländern“ eingerichtet werden konnte, aus dem zwischenzeitlich der Freundschaftskreis Oppeln – Rheinland-Pfalz hervorgegangen ist.

 

Mit großem ehrenamtlichem Einsatz widmete sich Herr Steenbock als langjähriges Präsidiumsmitglied und Vizepräsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates e.V. den Interessen der kommunalen Waldbesitzer auf Landes-, Bundes- und europäischer Ebene.

Er ist darüber hinaus in verschiedenen Ausschüssen und Verbänden im deutschen und europäischen Raum aktiv. Auch ist er Mitglied in zahlreichen Beiräten, wie z. B. im Beirat der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Mayen und im Beirat des Freundschaftskreises Rheinland-Pfalz/Burgund.


Pressemitteilung ISM RLP vom 8. Dezember 2009

 

 

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