Forst- und Holzwirtschaft tragen zum Klimaschutz bei

Bäume nehmen während ihres Wachstums CO2 aus der Luft auf und speichern den Kohlenstoff in ihrem Holz. Sie sind somit in der Lage CO2 zu binden. Insbesondere die zuwachskräftigen Wirtschaftswälder, nehmen deshalb eine wichtige Rolle als dauerhafte CO2 Senke ein.
 

Wer Holz als Bau- und Werkstoff nutzt oder Produkte aus Holz verwendet, trifft eine klimabewusste Entscheidung. Die Nutzung des nachwachsenden Rohstoffes Holz trägt aktiv zum Klimaschutz bei, da Holzprodukte und eine nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder das CO2 in der Atmosphäre binden und damit reduzieren.

 

Holz steckt in vielen Dingen des täglichen Lebens

 

Holz ist der wichtigste und am vielseitigsten verwendbare Rohstoff überhaupt. Die weltweit jährlich produzierte Holzmenge übersteigt die Menge an produziertem Stahl, Aluminium und Beton deutlich. Holz findet heute in vielen Bereichen Anwendung: „klassisch“ aus dem Sägewerk für Hausbau, Dachkonstruktionen und im Innenraum, aber auch in Holzwerkstoffen, Spanplatten, Fußböden, Möbeln, Treppen, Türen und zahlreichen weiteren Produkten.

 

Darüber hinaus wird Holz zu Furnieren verarbeitet, so z. B. als Deckfurniere auf Fußböden, als Edelfurniere im hochwertigen Möbel- und Innenausbau aber auch als hochwertige Armaturverkleidung in Autos. Furniere werden als Sperrholz oder Tischlerplatten z. B. als geschwungene Sitzelemente von Stühlen verwendet.

 

Die Papier- und Zellstoffproduktion ist ein weiterer, wesentlicher Bereich der Holznutzung. Papier für Bücher und Zeitungen bis hin zu zahlreichen Hygiene-Artikeln, wie beispielsweise Taschentücher, Toilettenpapier und Windeln enthalten Holz in Form von Zellulosefasern.
Holz - möglichst am Ende seines Nutzungszyklus - ist natürlich auch Brennstoff im Kamin, beim Grillen als Holzkohle oder modern in Pelletheizungen und Kraftwerken als CO2 neutrale und somit umweltfreundliche Alternative zu fossilen Brennstoffen.

 

Nachhaltige Waldbewirtschaftung sichert den Rohstoff Holz

 

Holz ist aus unserem Leben nicht wegzudenken. Eine nachhaltige und naturverträgliche Waldbewirtschaftung nutzt den Wäldern, denn Holznutzung ist Waldpflege. Ungepflegte Wälder haben zahlreiche Schwachstellen, die dichten Baumbestände sind weniger vital, instabiler und daher anfälliger gegenüber Stürmen, Schadinsekten oder neuartigen Waldschäden. Die Bäume in ungepflegten Wäldern wachsen auch nicht in gleichem Maße zu wie in bewirtschafteten Beständen. Die Waldbewirtschaftung sorgt für eine bessere Anpassung an zunehmend veränderte Umweltbedingungen. In Deutschland wächst heute weit mehr Holz zu, als im gleichen Zeitraum genutzt wird. Wald und Holz stehen für eine Zukunft mit Lebensqualität.

 

Zum Hintergrund

 

Im Gefolge der UN-Naturschutzkonferenz in Bonn fordern Naturschutzverbände eine 10%ige Flächenstilllegung im deutschen Wald. Diese Forderung ist kontraproduktiv für den Klimaschutz, fördert den globalen Raubbau in den Wäldern und gefährdet Arbeitsplätze in Deutschland.


Rheinland-Pfalz ist zu 42 % bewaldet und damit bezogen auf die Landesfläche das waldreichste Bundesland der Bundesrepublik Deutschland. Fast die Hälfte der Waldfläche steht im Eigentum von Gemeinden und Städten. Die Waldflächenstatistik weist fast 2.000 waldbesitzende Gemeinden und Städte in Rheinland-Pfalz mit Waldflächen zwischen unter 1 ha und 4.800 ha Größe auf.


Der Anteil des Staatswaldes an der Waldfläche beträgt 26 %. Der Privatwald nimmt ca. 24 % der rheinland-pfälzischen Gesamtwaldfläche ein.


Pressemitteilung GStB RLP vom 03. Juni 2008

 

 

Registerkarte mit der Aufschrift "News" (Typical der Rubrik "Aktuell")